Biofleischerei Jörg Müller

Natürlich lecker!
 

Schonende Schlachtung: Geht das überhaupt? 

Wir schlachten 14 tägig bei einem Schlachter in der Region, das ist ein 1 Mann Betrieb. Das Tier wird  dort vom jeweiligen Hof angeliefert, schonend geschlachtet und dann wird das Tier von unseren Metzgern abgeholt und das Fleisch wird in unserem Betrieb weiterverarbeitet. 

Wir beziehen auch Fleisch vom Naturverbund Niederrhein, einem kleinen Schlachthof, bei dem die Mitarbeiter z. B. im Betrieb rotieren, d. h.  wechselnde Aufgaben bekommen und nicht immer nur an der selben Position arbeiten. Es gibt dort keine Werkverträge. 

Die Tiere werden dort im Verbund, in dem sie gelebt haben, am Vorabend der Schlachtung angeliefert, wo sie über Nacht zur Ruhe kommen können und trinken können. Die schonende Schlachtung beinhaltet, dass die Tiere  ihrem normalen Instinkt folgend in die Schlachtbucht gehen, dort elektrisch betäubt werden  (es wird kein Gas eingesetzt wie in Großschlachtereien) und sofort geschlachtet werden, es werden dort pro Tag nur einige hundert Tiere geschlachtet. Bei Großschlachtereien liegt die Kapazität bei 800 Tieren pro Stunde!  Während in der Halle im vorderen Bereich geschlachtet wird, liegen z. T.  die Tiere im hinteren Bereich noch schlafend in den Buchten. Eine wissenschaftliche Untersuchung wurde vor einigen Jahren durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass der Stresspegel bei den Tieren sehr gering war.  

Ein weiterer Lieferant von uns ist die Firma Biofleisch NRW in Bergkamen, eine Bäuerliche Erzeugergenossenschaft von 100 Bauern aus dem Münster-, Rhein- und Sauerland, die ihre biologisch aufgezogenen Schweine, Rinder, Lämmer und ihr Geflügel gemeinschaftlich vermarkten.

Geflügel beziehen wir außerdem vom Biolandhof Klöpper in Velen, ein kleiner Familienbetrieb, wo direkt auf dem Hof geschlachtet wird.


Mobile Schlachtung, hier sehen wir die Zukunft:

Für die Zukunft planen wir die Einführung der mobilen Schlachtung, da unser regionaler Schlachter 2023 in Rente gehen wird und es wohl keinen Nachfolger geben kann, aufgrund der zu hohen Auflagen der Ämter in Bezug auf bauliche Maßnahmen, die dann mittlerweile erfüllt werden müssten, ob sinnvoll oder nicht. Wir planen dann mit einem eigenen Schlachtfahrzeug auf die Höfe fahren, deren Tiere wir regelmäßig verarbeiten, u. a. der Demeter Hof Bollheim in Zülpich, der Neuer Hof in Düren. Hierdurch entfallen die auch sonst sehr kurzen Transportwege der Schlachttiere dann vollständig.